25.8.07

Altona

Kack die Scheiße an! Verdammte Rotze… Kotz den Brocken in die Schlonzkommode und iss den Apfel des Ekels. Voll Gewürm, quabbeliger Schlabbermasse, Gülle, Jauche, Erbrochenem, Gedärm und Exkrement – Hinan mit ihm!! Schluck’ das runter… So ist fein.. Na! Nicht würgen, schön drin behalten, guuut (mitfühlend über den Rücken streicheln), und jetzt nur noch diesen Löffel Tran… aaaaaah, den Mund aufmachen, schön weit und ZACK! Rischtisch legger, oder? Na, komm schon, so schlimm war’s nicht… na ja, keine Antwort ist auch eine Antwort, gell? Ja, ja… so ist es….komm’ steh auf…. Hmmm….. (so tuend, als wäre man nicht interessiert, dass der andere bei diesem blöden Spiel den längeren Atem hat)…summen…(die Zeit verstreicht).
Holger war längst tot.


Ruhekraft. Sinnfreiheit. Gedankengrenze. Himmelstille. Langsamkeitsbett. Schwebeminute. Wärmehülle. Sanftspender. Gelassenheitstreifen. Stahlpflock. Hackstrahl. Brechgnom. Faustgewitter. Hagelbresche. Gewaltexplosion. Rauchtrommel. Gebälkbruder. Steigfirn. Rasselhering. Quatschtrompete. Blasgesäß. Knalltroll. Wollustrieren. Triefgaumen. Gschlonzgelüste. Laberlampe. Blubbe. Bitte. Tittelbild. Bald. Bunsenbrenner. Burner. Burger King-Kong. Schnabelschnalzgsälz, Gott vergellt’s!

Labber misch nisch an,
So übern Tisch nisch!
Sonst fängsch du den Fisch nisch rischtisch,
Bevor er in dein Gesicht drischt,
Alder.

Falter der Nacht,
nun ist’s vollbracht.
Die Nachbarn klopfen
Mit Nachdruck an die Deck’.
Ruhe ist gewünscht,
Genug jetzt angeeckt.

Stecker raus, Klampfe tot,
Schluss für heut’
ihr lieben Leut’
Macht euch ein schönes Abendbrot.

Ratatataaa Ratatatatataaa
Rigidigidingdongsong.
La le lu, nur der Mann im Mond scheint zurück.
Juchee, Mond!! Mond, wohl an!! Mooond, hinauf..!!, MMMoonndd, paradei!..!! MO-hond!! MO-HO-HO-nnnd!! Galant entlang an der Hafenwand, Glück auf!!! Prosit – „Bling“. Spring, mein Mondpferdchen, tolles Kind, treibe deine Leiber an, scheuche die Glieder, und wieder und wieder sing’ dieses Lied,
das mir von meinem Mädchen übrig blieb.
Aber leise, nur ganz leise,
denn meine Nachbarn sind die Spießer-Greise.

Walter Hutchpinkler entered the room. Damn, it was dark in there. Couldn’t see a shit. With his hands he reached out onto the darkness, nothing there, so he took his first step. The wooden floor gnarled under his feet. “Who’s there?!?!” a high pitched, squeechy voice shouted angrily out of the “supposed-to-be” corner. Walter (his friends called him Watchpinkler) fired 5 rounds to the direction of “surprising”- voice. As the shots flashlighted the room he could see a cacadoo dying on low frequence. Feathers scatterd, soared and blood was having a party everywhere. He feld so damn fuckin’ cool, smooth tiger. Move those muscles! Move ‘em right, use ‘em tight, take it close, feel the rumble. Jungle! Fever it up! Cool it down… Down in the past, deep down in the past, there was a Walter, struggling for survival. This right now, this was a different Walter: smashing the bloody shit out of one freakin’ budgee. Take that, you motherfuckin’ Backstreet Boy, Take it in sync with my hailing assaults, focused on your poor appearance, your bitter existence, your lame mind and your grose pimples.
But little did Waldo know, that cute dead cacadoo was his best friend on the face of earth. And the fact, that everyone hated Walter… and those “friends”, who called him Watchpinkler, were actually making fun of him. All this he did not know. Poor Waldo, all alone on killing-spree. And because deadly wounded birdy was the only living thing in the room besides him, he had to commit suicide to fullfil his rush. Where is Waldo now? Where is the spirit of Walter? Can anyone tell? Is there an answer? YES!! Cold Turkey. Downsize. Keep downshifting.

Orange ist das Licht in einer nächtlichen Stadt.
Das ist die Stadt.
Keine Sterne. Eine orangene Glocke. So many people in the neighbourhood.
Das ist die Stadt.
Wo, wer, wie, warum und wat?
Dat is die Stadt.
Warum ist das Eis nich glatt?
Das is die Stadt.
Warum werde ich nich satt?
Das ist die Stadt.
Hochglanz oder matt?
Das is die Stadt.
Pizza nach Övelhude, ZACK ZACK!!!
Das ist die Stadt.
Hält dich auf Trapp,
die Stadt.
Zeit wird knapp,
mach nich schlapp!
Es geht bergab,
ich liebe im Körperlichen die Schnelligkeit,
im Geiste nur herrscht Langsamkeit weit und breit.

Angenehm, angenehm.

Zwei Teile laufen umher und
treffen einander nicht.
Um sich selber drehend,
im Kreise gehend, pendelnd,
taumelnd, schaukeln sie
durch dürres Neon-Licht.

Wie Atome im Gewirr des Moleküls,
wie Atemzüge da sich Küssender,
weichen sie voneinander,
stürzen aufeinander,
um im letzten Moment,
HURRA HURRA , die Schule brennt!!!

Sing Hallelujah!

'appy people, come on...

Ein ganz ein schönes Lied. Wie gerne würde ich volle Kanne aufdrehen. Bis zu Anschlag. Und dann: abspacken. Richtich gepflecht; ordentlich einen abspacken. Rabbeldizappel. Aber nein, die Nachbarn… ACH SCHEISS AUF DIE #*!!§# - NACHBARN:

SING HALLELUJAAHHH!!!!!
Singin’ Hallelujah.
Singing, dancing Hallelujah .

Aaahhh… relief.
Das tat gut.

Raddl viel, mei maddl, dann wird’s Waddl bestimmt au stramm und gradl.

Auf einer kleinen Wiese im grünen Taubertal trafen sich drei junge Kiffer. Einer von ihnen, zufällig der Älteste von ihnen, hatte das Treffen einberufen und alle geladenen Teilnehmer waren erschienen. Nun konnte die wichtigste Sache des Jahrtausends endlich diskutiert werden.
Nun, was ist denn die wichtigste Sache des Jahrtausends? Natürlich: der Stoff.
Und als die Drei merkten, dass keiner von ihnen was zu rauchen dabei hatte, war die Stimmung derbe im Arsch, und keiner wollte mehr diskutieren. Sie überlegten, wer denn noch Gras haben könntée… Alle drei haben ein Handy. Einer, der mit T-Mobile, hat Empfang. Er hat der grasverdächtigen Nummern drei. Erste Nr.: Ne, geht nix… Der is grad in Griechenland. Schöne Scheiße, ungefähr 3 € verprasst, aber egal, Stoff…. Muss her.. irgendwo… Zweite Nr., da hat er bestimmt seit nem Jahr nicht mehr angerufen.
„Ja, hi, hier is der (wer auch immer… Thore oder so), wie geht’s? ………Ja, auch..kann mich nich beschweren…. Bla, bla blaaaaaa laberlaber! Boom boom schlaaberlaaber….
Kein Gras, wurde jüngst von den Bullen gefickt.
Letzte Nummer: Mailbox. Man hinterlässt sogar ne Nachricht. Sonst macht man das nie. Bluetooth.

Blauzahn.

Sie kommen auf die Legende des Blauzahn-Mörders aus dem Taubertal. Vor ungefähr 30 Jahren waren sieben Menschen, wahllos, keiner stand in irgendeiner Verbindung zum anderen (nur nach ihrem Tode waren sie vereint, in der Trauer der geschockten Gemeinde), ermordet worden. Was wurde diesem Dorf nicht alles genommen… Der Bäcker, 45, Frau, 2 Töchter; ein Jugendlicher, 15 Jahre jung, beliebter Schüler des örtlichen Gymnasiums; Kioskmann, Alter unbekannt, keiner kannte seinen Namen; Frau Marlene Österlitz, 69, beliebtes Original mit verruchter Vergangenheit; ein Ingenieur, 31, verheiratet und zu nicht Letzt: die Hoffmann-Zwillinge, zwei stotternde Schach-Asse, bis zu ihrem Tode unbeachtet. Na gut, zwischen denen beiden gab es einen Zusammenhang, aber sonst nicht. Niemals! Alle Leichen wurden hier gefunden, im unregelmäßigen Abstand von zwei Wochen bis 4 Monaten. Die Polizei tappte im Dunkeln und wurde hingehalten, von einem Mörder, der mit den Leichen auch immer einen blauen Kinderzahn hinterlies. Alle diese Zähne, so fanden die Forensiker heraus, stammten aus ein und dem selben Gebiss
Einer geht pissen in der Dunkelheit. Nach ein paar Augenblicken schreit er aus dem Hintergrund auf. Die anderen folgen dem Schrei ins Dunkle. Handylicht an. Da steht der Pisser neben einer, im Gras liegenden Person. Die dritte Nummer. Die Mailbox. Hier liegt die dritte grasverdächtige Nummer – tot. Vorhin, als sie bei Dämmerung hier ankamen, war sie 100% noch nicht da gewesen. Angst macht sich breit. Einer hat die Leiche jetzt schon angefasst. Panik steigt auf, nimmt sie ein, stielt die Vernunft und schickt sie ins Verderben. Da liegt auch der blaue Zahn. Neben der dritten Nummer auf einem Tempo. Es raschelt. Schiss… Das Handylicht geht aus. Die Panik bricht aus. Sie rennen los. Blind stoßen sie gegen einander, gegen Bäume, einer fällt in den seichten Fluss und ist sofort tot. Piranhas lassen gar nichts von ihm übrig. Der andere bricht sich das Genick an einem Ast und muss miterleben, wie er selbst bewegungsunfähig in einem Kuhfladen erstickt. Der letzte rennt durch Zufall oder Glück oder Pech nach Kopenhagen. In einem Internetkaffe lernt er Lamalya kennen, als poli………………………………………………………………………………

Aber da erwischt in der Blauzahn-Mörder! Kurzer Prozeß. Blut landet fast elegant auf Lamalyas Wange. Ein Streichquartett versüßt diesen Augenblick, natürlich unwissend, denn sie spielen nur im TV an der Wand. Aber selbst der Sterbende erkennt mit seiner letzten Geistesgegenwart die Schönheit der Musik und schließt sein Leben mit einem Lächeln auf den Lippen. Der Mörder ist plötzlich emotional befangen, er zeigt Nerven, entschuldigt sich bei Lamalya. Dann geht er selbst offline. Als Lamalya im Zuge der Ermittlungen von der deutschen Polizei genauer unter die Lupe genommen wird, stellt sich heraus, dass es ihre Milchzähne waren, die stets im Taubertal neben den Opfern lagen. Ruff jeschissen.

Gruß des Chaos’ an die reizende Ordnung. You better always rage against the machine!

18.5.07

Check One Two...

I'm running a test.

http://www.myspace.com/janoschman


Listen up!

Und wieso kann... ach egal. Quality sucks... Test it out. There's music in the air...

Ignore that post. Read the long one below.

17.5.07

Ja. Eines wollte ich noch los werden.

Das war’s. Jetzt stand sein Entschluss fest. Er schlüpfte in seine Schuhe, nahm den Schlüssel, zog sich nen Pulli an. Zur Türe raus ins Auto. Es war noch kalt an dem frühen Morgen, so kalt, dass sein Atem nebelte. Es sah nach einem grauen Tag aus. Canned Heat rein und los. Schnell bei der 24/7 Tanke noch halten. Auftanken, Kippen und ein paar Mr. Browns. Er sagte nix zum Türken hinter der Kasse, wollte seine Fahne geheim halten, denn er kannte den Türken gut, wollte ihn nicht mit rein ziehen. Mann, er war eigentlich noch total besoffen, aber der Zenit der wilden Nacht war lange überschritten, es war ne nüchterne, müde Besoffenheit. Der ganze Rambazamba steckte in seinen Beinen, seine Klamotte stank nach Rauch, auf seinem schwitzklebrigen T-Shirt unterm Pulli waren bestimmt Kotz- und Alkflecken. Geheimzahl eingeben, ein Auge zu machen, die Tasten sind zu klein. Warten, Zettel kommt raus, im Umdrehen nen lässigen Zwei-Finger-Gruß an den Türk’, ein gedachtes Salute, wieder in die Karre. Raus auf die Straße, Radio lauter, Heizung an und den Kippenanzünder reingedrückt. Nach ein paar Sekunden kommt er warm glühend wieder raus, mit den Knien lenken, Folie abfuddeln, man kriegt aus ner neuen Schachtel manchmal schwer die erste Kippe raus, er hat jetzt keine Zeit für Perfektion, ein Griff: 10 Kippen in der Hand, auf den Beifahrersitz damit. Eine behalt’ ich hier bei mir – dem Fahrer…

In die Glut gehalten, läuft. Fenster leicht runter. Jetzt war er unterwegs.

Da fuhr er nun lässig auf der Umgehungsstraße, fuhr durch die Peripherie seiner Stadt, auf die leere Autobahn, seinem Untergang entgegen. Er kurbelte den Sitz soweit nach hinten wie es überhaupt nur geht, verdrehte den Rückspiegel (und er war froh, dass das ging) so krass, dass er über ihn, im Sitze liegend, perfekte Sicht nach vorne auf die Straße hatte. Er lenkte mit einer Hand am unteren Rand des Lenkrades, rauchte mit der anderen. Mit einem Auge peilte er den Spiegel an und versank in Zufriedenheit. Er aschte auf seine Brust. Aus Faulheit und weil es ihn auch nich juckte. Das war ein gutes Gefühl. Voller Tank, volle Kippen, den Blues im Ohr und dann ging die Sonne auf.

Der graue Schleier wich, die Sonne scheuchte den Schatten der Nacht hinfort. Und er ritt ihm hinterher, den jungen Tag ihm Rücken, die sterbende Nacht voraus. Er dachte an alles, was sein Leben bis zu diesem Zeitpunkt ausgemacht hatte und er sah für sich, dass es ein gutes Leben war. Er erfreute sich am Guten wie am Schlechten, ja am Schlechten sogar noch tausendmal mehr, wie es eigentlich nur ein Weiser tun kann. Oder ein Betrunkner. Mit einem breiten Grinsen setzte er sich auf, um den Stummel zum Fensterschlitz raus zu werfen. Das Auto fuhr wie von selbst. Die Straße war breit, die Straße war gerade und leer. Er warf einen Blick zurück. Der fette, rote Ball wabberte überm Horizont und strahlte in sein glückliches Gesicht. Wärme. Die Heizung kann jetzt aus. Der heiße Blick des nahen Sterns hatte ihn belebt. Er kurbelte den Sitz wieder hoch, schüttelte seinen Kopf und schnaubte wie ein Pferd. Knallte sich ein paar, ließ das Fenster ganz runter und schrie raus: „Rock and Roooll, verdammt!“. Er zog mit 200 Sachen an einem einzelnen Sattelschlepper vorbei.

Es gibt Pferde. Die sind normal. Da reiten kleine Mädels drauf. Die ziehen Kutschen mit Touristen, mit Scheuklappen scheißen sie in einen Sack, der hinter ihrem Arsch hängt. Wenn sie brav sind, springen sie über Hindernisse, tragen ihren Reiter durch Nacht und Wind, über Stock und Stein. Laufen im Rechteck unnatürlich Kreuzschritt, Pi Pa Po… Und es gibt Wildpferde. Die sind frei und wild. Die tragen niemand, die ziehen nichts. Freiheit mit Beinen und Mähne. Und wie Pferde gibt es Menschen. Und ich bin ein Wildmensch. Ab jetzt. Ich scheiß’ in keinen Sack mehr! Ich scheiß’ auf die Pflichten, die keine sind, auf meine Scheuklappen. Ich unterwerfe mich NICHT irgendjemandem. Ich trage diese gesellschaftliche Unzufriedenheit nicht mehr, ich brech’ aus, ich hau’ ab. Ich bin frei. Jetzt!

The taste of love is sweet.

Scheiße, er hatte keinen Bock mehr auf das Auto. Lass’ stecken… Er konnte es nicht mit seinen Gedanken und guten Hoffnungen lenken, es nahm ihm seine neue Freiheit. Ich geh zu Fuß weiter. Das dachte er sich, nachdem er eingenickt, mit 220 km/h die rechte Leitplanke durchschlagen, die Böschung runtergeschanzt, in einem Acker aufgeschlagen war, sich acht mal überschlagen hatte und anschließend unverletzt aus dem Wrack krabbelte. Er steckte sich die Kippen und die Mr. Brown Kaffees in die Tasche, klopfte sich die Kleidung glatt und ging.

Geil. Hinter ihm flog die Karre in die Luft. Neben ihm schlug das Nummernschild ein.

„Ciao bello.“ In einem kurzen Anflug von Sentimentalität verharrte er an der Stelle, lächelte schief und ging weiter. Gute Schuhe, gute Sambas… This boots are made for walking.

Er hatte keinen Plan, wo er war. Er sollte erst später herausfinden, dass er im Schlafe die französische Grenze überquert hatte, im Schlafe Frankreich hinter sich gelassen hatte und nun ihn Spanien war. Und dass Interpol ihn suchte, wusste er auch nicht.

Maannn! Es war so warm. Und es war wieder Nacht. Ich hab’ sie eingeholt, war sein erster Gedanke.

Er erinnerte sich an die Nacht, die ihm (schon wieder) entfleucht war. Die heiße Nacht. Alles war cool gewesen. Easy going. Mit dem Wissen, was ihn erwartete, hatte er geduscht, seine beste Robe aus’m Schrank geholt, Zähne geputzt, laut Musik gehört, Deo unter die Achseln, an der Tür klingelt’s, komm’ rein Kumpel, vorglühen und dann los ziehen. Und SIE war wieder so verdammt schön und die Vibes waren so gut, er hatte seinen perfekten Level gefunden, er war witzig, er war aber auch er selbst, he was the man, perfekte Musik, gut getanzt, gerockt, mit Kumpels draußen einen geraucht und gelabert über die Mädels, mit seinem wichtigsten Mädle selbst draußen eine geraucht, im richtigen Augenblick romantisch gewesen, aber nicht zu sehr, zurückhaltend, nun aber mit stolzgeschwellter Brust zurück. Party on!

Und dann vergaß er das Ende. Keine Nacht ist für immer. Er trank zuviel, schoss über’s Ziel. Schon wieder. Er hatt’s versaut. Irgendwann in den heimlich geheimen Stunden, wenn Parties sterben, hat er die Ausfahrt verpasst. You’ll never reach the sky! Abgeschossen, kotzend über der Kloschüssel verpufft jede Romantik sehr schnell. Sein Mädel war weg. Und er läuft 10 km nach Hause. Und die Gedanken versuchen in Panik Halt zu finden, aber nein, sie reißen alles mit. Scheiß’ doch auf’s Mädel, scheiß’ auf die Uni, scheiß’ auf die Scheiße und geh! Behalte deine Würde, zieh’ dich aus dem Kack zurück. Lass’ alles einstürzen und lass’ alle anderen im Müll der Welt untergehen. Mach dich auf die Reise zu dir selbst. Und zwar nicht später, nicht in einer Woche, nicht morgen, geh jetzt, müde, dreckig, stoned, besoffen, jetzt, wenn es am unbequemsten is, geh’ und lern dein Lachen wieder kennen. Mann! Du liegst schon im Bett, steh auf! Zeit, dass sich was dreht…

Und so ließ er alles zurück. Sein ganzes Leben sollte auf der Strecke bleiben. Auf welcher Strecke? Scheiß drauf, der Weg is das Ziel. Und so lief er durch die spanische Nacht, trank eine Dose Mr. Brown, war fit. Was er nicht wusste: er hatte im selbst fahrenden Auto 15 Stunden geschlafen. Die anderen Dosen in seiner Tasche nervten ihn, sie bembelten beim laufen dumm rum, also warf er sie weg. Lebe im hier und jetzt. Werde los, was dich stört. Er fand einen Weg und ging Richtung Mond. So ein schöner Mond mit all seinen wohlklingenden Meeren. Er hatte sie alle mal bei Wikipedia nachgeschaut. Wirklich alle hatten coole Namen.

Vom Laufen wurde ihm warm. Er zog seinen Pulli aus und warf ihn sich über die Schulter. Da war er wieder in seinem vollgeschlonzten T-Shirt. Zurück in der Nacht. Doch er war nüchtern und alleine. Auf seinem Weg.

Er wusste nicht, wie lange Jim Morrison ihn schon begleitete. Aber er dachte nach ungefähr fünf Kilometern, er könnte dem Sänger doch mal eine Zigarette anbieten. Der nahm dankend an. „Dachte schon, ich müsste das Stroh vom Felde rauchen…“

Alle denken er sei tot, sagte ich ihm.

„Wie können sie das denken, wenn sie es selbst noch nicht waren?“

Auf diese Frage hatte ich keine Antwort. Und so liefen wir weiter und rauchten, redeten über die Welt und gute Parties. Er fragte mich, ob ich was zum pennen hätte. Ich verneinte. „Kannst bei mir knacken.“

‚Knacken’ – dieses Wort für ‚schlafen’ hatte ich lang nicht mehr gehört. War mir aber vertraut.

„Cool.“

Jim führte mich noch einige Meilen durch braches Land, einen felsigen Anstieg hinauf auf einen Bergrücken, auf dem nichts war. Auch Jim Morrison war plötzlich weg. Im der Tiefebene unten sah ich die Blaulichter mehrer hundert Polizeiwagen und einen tief kreisenden Polizeihelikopter, der seinen Suchscheinwerfer wohl auf die Stelle richtete, an der meine Karre explodiert war. Was war geschehen? Ich schaute in die andere Richtung. Tiefes Schwarz drang in meine Augen. Und rauschen. Das war das Meer. Welches Meer das jetzt sein sollte, wusste ich nicht. Ich setzte mich auf einen Fels und starrte. Lost in a romance… And all the children are insane… This is the end.

Und so saß er da auf seinem Stein, hatte Freiheit gesucht, und nichts gefunden. Denn was soll es sein, was der Mensch erkennen kann? Der Mensch selbst ist eine trilliardenste Kommastelle in der großen Rechnung des Ganzen. Was er schafft, was er liebt, was er findet ist selbst nur ein Nichts im gemeinen Theater. Ordnungen schiebt er sich zu Recht, Erkenntnisse formt er sich aus seinem kleinen Hirn. Ist der Höhlenmensch weit hinter uns? Auch aus dem Blickwinkel der Millionen Jahre alten Zukunft? Haben wir etwas, außer dem Spaß? Mehr als die Befriedigung unserer Sinne, wie auch immer? Leid und Glück spielen keine Rolle. Früher oder später sind wir Sternenstaub, we are stardust… Du hast das Mädel nicht bekommen, du hast deine Schlüssel verloren, du bist ein Penner, du hast einen schönen Namen, ein Einser-Abitur, du bist Boss, du stirbst zu früh, du lebst zu lang, dir ist langweilig, dir ist grad kalt, du musst kotzen, du bist blind, dein Schmerz fickt dich, deine Freude, dein Leid, dein Jammern, dein Flehen, dein Lachen, dein Schweigen, deine Geburt, deine Brut, dein Denken, dein Aussehen, deine Welt, dein alles ist kosmischer Staub, der Kosmos selbst ist nichts, das Geld, der Wahn, der Schrecken, das Verrecken – alles ist nur in den Köpfen der Menschen, Ameisengewusel.

Ihm war kalt geworden. Er zog sich seinen Pulli an. Diese Gedanken waren ihm zu dunkel. War er doch ein fröhlicher Mensch. Ein fröhlicher Mensch, der zwar die Trauer kannte, den Schmerz ertragen konnte und die Melancholie umarmte, aber kein Mensch, der sich seiner Menschheit komplett entledigen konnte, er war kein Heiliger, der das Leid anderer auf seine Schultern lud, kein Revoluzzer ohne Rücksicht auf Verluste, kein Führer vieler, kein großer Denker, kein großer Beweger, kein Macher oder so…

Er saß alleine auf seinem Stein, den warmen Pulli an, schaute auf die dunkle, ewige Fläche des Meers, schaute in die unendliche Weite der Sterne, rüber zum schönen Mond, dachte an sein Mädel, und unter Tränen wünschte er sich zurück.

Und da war ihm klar geworden, dass er nicht die Freiheit suchte, sondern vor sich selbst geflohen war.

Freiheit entsteht nicht an Orten, sondern in deiner selbst.

12.5.07

Rette oder nerve jede Ameise!

Never mix up 'Strg+C' with 'Strg+V'!!! Was nun folgt, ist ein Schatten seiner selbst.

Und so kam es, dass er sich seiner Situation bewusst wurde. Das war kein Traum. Schmerzlich lange hatte er gebraucht, um das alles so aufzunehmen, um es einfach mal zu schlucken. Doch es war so, er konnte es nicht ändern. Er lag definitiv auf einer kleinen, felsigen Insel im Südpolarmeer, hatte nichts bei sich, außer seinen gestreiften Seemannspulli, seine Ölhose und ein bisschen Seegras überall.
Bodycheck. Erster Eindruck: alles schmerzte, scheiße, es kotze ihn an! Linke Hand: dick wie nochwas, pulsierte zum Takt seines Herzens. Durch die Kälte konnte er es nich fühlen, aber er sah es deutlich: Diese dicke, blaue, linke Hand PULSIERTE...! Das linke Bein war HUNDERTPRO gebrochen. Er konnt' es nich bewegen, und wenn er es versuchte, zuckten nur Stromschläge durch. Ein Zahn war ihm ausgeschlagen, er fühlte die Lücke. Ein Zahn daneben war abgeschlagen, der Nerv lag im Freien. Er nuggelte mit der Zunge drauf 'rum. Das half. Er sah sich um. unten am Wasser waren Pinguine. Keine Kaiserpinguine, die er vom Fernsehen kannte. Die hier waren klein und hielten ihre Flügel lustig nach hinten, wenn sie liefen. Sie waren aufgeregt. Wegen mir, dachte er. Das war ihm aber so egal. Wo, zur Hölle, war er? AUFSTEHEN! war sein erster Apell an sich selbst. Aufstehen, und Ausschau nach seinem Schicksal halten.
Was dann natürlich nicht geht. So mit nem gebrochenem Bein. Er sieht letztendlich ne Kiste da unten bei den Pinguinen, rutscht runter, schürft sich an Scheißmuscheln alles auf, überschlägt sich an einem Hubbel, weil er nicht bremsen kann, freut sich am warmen, eigenen Blut auf kalter Insel, kriegt mit letzter Kraft die Kiste auf. Drin ist Alk, er mach ne Party und besäuft sich alleine auf dem Eiland. Fühlt sich dannn irgendwann toll, unbeschwert und frei. Denkt, er reißt DIE Party überhaupt, liebäugelt sexuell mit Pinguinen und schiesst sich komplett ab...



Ach scheiße...

Ich hab grad 5 Stunden geschrieben, getüfftelt, gewerkelt, die perfekte Kurzgeschichte dargelegt. War selbst zufrieden. Und dann:

Einmal ne falsche Tastenkombination verwendet - alles futsch!

Irgendwas schmeißt mir Steine in alle Wege.

Viel zu viele in letzter Zeit. Alles ist zu viel; jede Handlung endet im Gegenteil


Allways look on the brigth side of life... (pfeifen)

Danke Christin. Because of you I'm still a happy person.

Scheiß Blog. Das war's. Ich schreib wieder von Hand. Das ist sicherer. Goodbye ihr treuen Leser und danke fürs Interesse. Hochachtungsvoll und wieder mit tiefer Verneigung,
euer Onetwonosch

9.5.07

I wear my sunglasses at night


Welke Brühe sifft durch den kalten Morgen am Mittag, während niemand den Strahl der Vernunft zügelt.

Ich versinke im Genuss. Das Studentenleben ist gut. Es ist Dein. Es ist, was Du daraus machst. See the blind man, shooting at the world! Zeit, nichts nimmt sie dir; keiner steht Buback. Rüssel' den Mensch im Moloch des Geschreies. Günther den Weg runter zum Bach der Frische im Antlitz der Kraft - Suppe, Wurstmichel und Gabi schenken Blumen zum 85.! Roll den Rock hoch, bis zur Schamesgrenze; lauf über die Kohlen der Bourgoisie und verbrenn' dir dein Glück. Sieh es aber dann als Gefallen des Schicksals. Jon Lord übte viel. Namibia ist noch weit. Wer sehnsüchtet? Der schwule Knab' am tiefem Wasser. Rudert das Schwein rückwärts, gehts nun bergab? Hoch hinaus fliegt die Schablone, tief hindurch kreist der Rochen, nagt am Knochen der Gezeiten im Bette des Walhalla. Nirwana, im kranken, Sinne ergreift das Gebet der toten Nonne. "Schau!" er sinnt nach Würde. Schlafe doch der Gott im Kopfe des Teufels. Grund Gütiger! Live this life in luxury. But only in the summertime. Knote den Boten an das Boot der Toten. Schick in raus mit der Strömung, mit den Gezeiten, mit der Flut, die da schwindet. Entwirre die Schlacke und genieße die Wärme (in the summertime). Palmen im Mond sprengen alte Gefühle. Liebe ist nur ein Zubrot. Denn love is a battlefield. No war for oil. Schmier' deine Liebe nicht! Der Ölbauer nimmt dir alles ab. Er sitzt am Hebel. Der große Container voller Müll. We are young. Ich sehe die Einfachkeit direkt vor mir. Noch ein paar Schritte durch Wirrwarr, ein paar Hiebe mit der Machete und ich bin durch. Du bist zwar kalt wie Eis, aber eines Tages wirst du den Preis bezahlen. Die Wellen der Lust brechen am Fels in der Brandung. Württemberger. Griechisches Wien ist wie Gnade für Joe... Hey Joe! Wo gehst du mit der Knarre hin? Ich werd' rüber gehn, mein Mädel erschießen... Ich hab sie mit nem andern rummachen sehn! Und jetzt ein wunderschönstes Solo. Jimi Hendrix rules the shit!

'Sarah Bowlarama'... Der Reim geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich wandle auf Sonnenschein. And won't let the sun go down on me. Because das Gras grün und die Sonne warm is. Im Wein liegt dann die Wahrheit, wenn man ein zurückhaltender Mensch war. Großkotze! Aber nicht ins Becken. Wo ist der Strumpf voller Papier? Knet' is wie Knut, nur knapper. Knapper' nich am Bodenbelag, wenn es noch ein paar Pringles hat. FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT BRETT FETT FETT FETT BETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT NETT FETT FETT FETT und wie ich mein KLETT-Mathebuch noch immer im nachhinenein hasse FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT FETT ....

-----------------die Zensoren----------------------------------------------------------------
----------------------------------------------------------------------------------------------
----------------------------------------------------------------------------------------------
---------------------------------------------------Arschlöcher-------------------------------
----------------------------------------------------------------------------------------------
----------------------------------------------------------------------------------------------
------------------------.

Die Polizei hat mich nich bestraft.
Someone said: "He just fucked the system."

24.4.07

Good Will Hunting (Gut Ding will Weile han). Und nicht alle Briten heißen Nick.


Und Algen schlängelten
sich wie Fesseln
um die Seele,
wie Schlangen,
die sich durch Nesseln
um den Waldsee rangelten.

Bitterer Schmerz zerbrennt,
was sich Frieden nennt.

Rassle mit den Ketten,
damit die Nachbarn was zum quasseln hätten,
in ihren Schlafstätten.

Doch der Nachbarn Töchter in fremden Betten,
sich mit netten Briten zum Schlaf zudecken.
Willst du sie wecken,
gar stören, auch wenn sie f***en?

Frag' doch den Dicken,
der in eigenen Stücken Brücken
zur Weisheit schlägt,
damit er selbst in Unpass gerät.

Lass ihn machen,
lass ihn das blicken,
lass du es krachen,
lass ihn einknicken!

Stahl und Glut im Reigentanz,
Qual und Wut am Blumenkranz.
Ende, Over, Out!
Meine Sehnsucht ist verbaut.
Meine Träume sind verstaubt,
alles ist versaut.

Die Hoffnung stirbt zuletzt,
doch sie ist stark verletzt.
Zuviel Blut klebt an meinen Händen
und belebt das Streben
zum einfachen Leben.
Ja - man hat aufgegeben.

Weiße Wolken wabern leise
durch die große, dunkle Scheiße.
Niemand führt das Licht
zur alten Unterschicht.
Keiner hält die Lampe....
nur "Schlampe" reimt sich auf Lampe.
Doch darum geht es nicht.

Ich bin nicht böse, aber müde.
Meine Augen werden trübe.

Mein Hirn schläft ein, versinkt im Wahn.
Ich bin der Ölbauer...
Baby fass' mein FETT an.
Tran.

Warum zerschellt der Satelit
in seiner Umlaufbahn,
im luftleeren Raum
an einem Baum?

Durch die Tränen eines verloren Wunsches
war der Sproß begoßen;
ist er in die Höh' geschoßen.
Reckte dann mit Hast
sein Geäst
zu den Planetenräumen...

Hör auf zu träumen!
Du wirst sonst alles versäumen.

Guten Abend,
Ladies and Gentleman,
die Bullen warten auf mich.

21.4.07

Schwabbel di Wauwau

Ums mal ganz klar zu sagen: Ich hab keinen Bock mehr, diesen Blog zu schreiben. Und weil ich keinen Bock hab, schreib ich jetz mal wirklich nur noch was mir einfällt (wer jetz zusammenhängende Sätze erwartet, sei enttäuscht): Party, nix, Mannheim, Studium, langweilig, Schmerz, Fluss, werfen, Mädels, Boli, Freunde, Ölbauer, Pablo, David, Wein, Angst, Milch, Bauer, PA, Ilse Bilse, keiner will se, Cat Stevens, Michael Jackson, laut und leise, Amsel, Kopf, Ruhe, nichts, Wasser, rote Schorle, Knall, Gig, ICE, Studentenwohnheim, Gelaber, Wassermassen, Freund, Alf, Volume, Taste, süß, Palme, Nuß, Boot, Drogen, After, Himmel, Gestank, Casablanca, Husten, Ruben, Armin, Zyklon B, Erle, Treblinka, Teresienburg, Filter, waschen, Fahrrad, Blume, drehen, warten, niemand, prost!, Lust, Gedanken, Flucht, gesund, alleine, General, Sackgasse, Oma, Wurschdbrot, Frankreich, Atlantik, Atlantis, Indiana Jones, Pferd, schnell, Gallopeldipoppel, Arammsammsamm, Deggelmann, Fett, schwimmt oben, pfeifen, wo anders, nirgends, Fragezeichen, Monster, Kloster, Ruhe, Findung, Atelier, John F. Kennedy, zermatscht, Erdbeeren, Forrest Gump, Cat Stevens, Musik, alles, Universum, blau, Alkohol, Bier, Koma, Mode, Birne, Tod, Ende, aus, ziehen, sexy, wer wohl, Bikini, verstrahlt, Bombe, Gott, Licht, hell, Schnauze, Hamburg, Zukunft, Motivation, aber auch Trauer, Leben, anders, besser, uns, still, Hund, Tier, Gewalt, Knarre, Hoffnung, wann? , niemals!, Sad Lisa, and the wind cries Mary, wish you where here, R, Kuss, Ehrlichkeit, Zugeständniss, Mut, Feigheit, Blamage, Flop, Flow, Post, selten, Sonnencreme, Duft, Parfum, Patrick, Hip-Hop, Basketball, komisch, Christ, lass mich in Ruhe, gut, gehts, mir. Unendlich, alles... bis das der tod euch scheidet.