23.11.06

Erkennt was wichtig ist!





Danke Boliviano, dass du hier warst. Danke Dave, dass du nie gehst. Danke Otro Fako, dass du die Musik verstehst.


Und endlosen Dank an Dich, das Du hier bist.
Niemand geht für immer.
Und wenn, dann kommen wir alle nach und treffen uns im Großen und Ganzen. Früher oder später. Bis bald in der Toscana, in tiefer Verneigung und Trauer, sprachlos, euer Janosch.

16.11.06

Von Musikmeistern, Schamanen und Idealen





Das Klo tut mir Leid.

Moment! Vor dem Fenster steht ein Asiate und dirigiert. Nein, er läuft im Kreis und dirigiert. Und so wie ich das sehe, dirigiert er Beethovens dritte Sinfonie in Es-Moll Op. 55, die "Eroica". Grad schläfert er aber (für meinen Geschmack) das letzte Drittel des 'Allegro con brio' zu sehr ein.
Und da sag nochmal einer, die Asiaten seien Perfektionisten. Naja, nobody is perfect... Vielleicht is er ja im Karaté besser... Ich schrei' mal was raus, werd' im zu Kampfe herausfordern, um unser Können zu messen. Von meiner Deutschdozentin Frau Scheidner weiß ich, dass "Tschüssi" auch ein chinesisches Wort ist, und auf Deutsch "Geh' und stirb!" heißt. Kein Witz. Das probier' ich jetzt mal aus, da wird er bestimmt sauer.


Was soll man dazu sagen? Er hat sich verbeugt und ist gegangen. Armer kleiner China-Roboter...Das hab ich nicht gewollt.

Schon zwei, die mir heute Leid tun. Genug.

Als letztes noch eine Impression von hinter meiner Bude. Das sind diese magischen 20 Minuten am Tage, wenn die Sonn' die ewige Dunkelheit des arktischen Winters anzweifelt, aber nicht überzeugend genug argumentieren kann. Langsam wirds brenzlig. Ich habe mit Tränen in den Augen meinen letzten Schlittenhund verspeißt, um bei Kräften zu bleiben. Weiß nicht, wie lange das noch auszuhalten ist. Der Salomon hat seit zwei Monden sein Zimmer nicht mehr verlassen. Manchmal dringt beschwörendes Gemurmel in fremden Zungen unter seiner Türschwelle hervor. Dann: gellendes Lachen, lautes Knallen, Schwefelgeruch... Jeder ist misstrauisch, schläft mit dem Säbel unter dem Kopfkissen... Lagerkoller, Skorbut und Irrsinn verbreiten sich in der eingeschneiten WG ohne auf Widerstand zu stoßen. Das Funkgerät ist gestern bei starken Sonnenwindaktivitäten zusammengeschmolzen. Ein schön-schauriges Naturschauspiel zwar, so hell hat die Aurora Borealis, wie wir Forscher das Nordlicht nennen, noch nie am Himmel getanzt, doch unsere Augen sind trübe geworden, stumpf geblickt am großen Dunkel. Kein Mundwinkel zuckt mehr beim Anblick des kosmischen Balletts. Hier, im höchsten Norden ist das Magnetfeld der Erde zu dünn, um die geladenen Teilchen, die von der Sonne gesandten Protonen und Elektronen, abzulenken. Und der furchtbare, gestrige Niederschlag aus dem Weltenraum hat uns nun komplett von der fernen Welt der Menschen abgeschnitten. Also ist meine einzige Hoffnung diese Flaschenpost. Ich weiß, die Chancen stehen schlecht. Das Meer ist zugefroren, und bohrte ich auch ein ausreichend tiefes Loch, bis ans flüssige Wasser, stopfte die Flasche dann dort hinein, sie würde ungefähr drei bis vier Jahre in den Meeresströmungen unterwegs sein, bis sie die gemässigten Breiten erreichte und somit die Zivilisation. Bis es soweit ist, könnte es schon zu spät sein. Ich habe meinen letzten Zwieback angebrochen, einen Teil davon zur eigenen Belustigung den tollkühnen Haubentauchern, die keinen Zwieback vertragen, zum Fraß vorgeworfen. Leider ist ihr Fleisch mit derart vielen Toxiden durchsetzt, das wir sie nicht anrühren. So zähle ich mindestens zwei dutzend der posierlichen Tiere vor meinem Fenster, alle am Zwieback verendet. Einen Bären müsste man schießen, aber unsere Flinten wurden uns von 'Greenpeace'-Aktivisten abgenommen. Sie überraschten uns in der Nacht. Wann auch sonst. Wir haben sie mit unseren Krummschwertern und Säbeln beeindrucken wollen, haben den kosakischen Todestanz zu immer schneller werdender Musik getanzt um bei ihnen Schwindel auszulösen, doch ihre Augen sind verschloßen vor der Menschheit und fremden Kulturen, allein die Tiere vermögen es, sich in den schmalen Lichtkegel ihres Interresses zu stellen. Und wir sind Forscher, keine Söldner.
Sie sind genau so schnell, wie sie kamen, verschwunden. Getragen von mächtigen Reittieren, deren Gattung mir fremd war. Man hörte das Horn, das sie bliesen noch meilenweit gegen den steifen Wind, Fanfaren des Hohnes, als spuckte man uns Mitten ins Gesicht. Ich bin ein einfacher Mann, aber ich besitze Stolz und Ehr'. Und nur der Gedanke an Gerechtigkeit lässt mich nicht verzagen. Das soll eine Wahrnung sein, an alle, die ein Ideal mit falschen Mitteln verteidigen! Der Hammer des Rechtes wird niederfahren auf die, die nicht im Wege das Ziel erkennen um dann blind wie Motten dem großen Lichte hinterherfliegen. Und sei es ungezählte Male mit dem Kopf vorran gegen die Wand. Irgendwann platzt jeder Kopf.
So, ich werde meine Niederschrift hier beenden. Der klamme Finger vermag dem Geiste nicht mehr zu folgen. Ich hoffe, man findet uns.

14.11.06

Da isser ja noch. Der erste seiner Art....


Da ich danach gefragt wurde, hab ich mal geschaut und tatsächlich: Tot gelaubte leben länger. Hier ist mal die Domain: http://fischerdavid.blogspot.com/

Und für den Musiktipp geht ihr auf http://www.youtube.com/watch?v=c_I1ym0lqaM

Das ist ein Golden Oldie, aber gut.

Sonst gibts heute nichts... Ich schau mal noch kurz nach nem interessanten Bild.

Ich kann grad nur den Fuß hier finden...
Huh! Hah! What is it good for? Absolutly nothing...

Ich drink' jetzt in Ruhe ein Bier am Tisch. Wär ich nicht alleine noch wach, ich könnte beinahe ein Gespräch dabei führen. Aber nur mit wem?

13.11.06

INFO FÜR ALLE!!!


Jetzt müsste es möglich sein, als unregistrierter Nutzer anonyme Comments zu hinterlassen.



Diese Brille ist eine lustige Type...

Für den Dayfish ne Übersicht; die anderen: Augen zu!






So, du Fotozelle, hier is meine Uni. In den langen Gängen verliert sich dein Geist und wird von professionellen Brainzockern eingefangen. Mit Goldstaub und Harfenmusik lässt er sich leicht in die seidene Falle locken. Doch du bekommst ihn zurück... Als Tagessuppe in der Mensa. Aber durch das Kochen ist er natürlich gestorben, dein armer, kleiner Geist. Nur noch als Sud durchwandert er dein Denken und lässt dich kalt und verwirrt zurück. Aber das ganze Salz, dass verliebte Großküchenköche im Massenwahn tonnenweiße in den Kochtopf streuten, erinnert dich daran, dass dein Geist dir einst auch die Suppe versalzen hat, aber nur um dich auf die Unmengen Zucker vorzubereiten, die er dann und wann aus seinem Hemdsärmel zu deinen Füßen, zu einem Berg bis an deinen Mund, zu rieseln lassen wusste... Also sei auf der Hut. Die Welt ist voller Zombies und wir bewegen uns auf schmalen Stegen über diesem gesellschaftlichen Vulkan. So nehme meinen weisen Rat an: Denke schnell, und denke dein Ding...
Grüezi wohl, der Käs' wird kalt,
machs gut und auf bald.

Da hätte ich noch einen kleinen Tipp: Der Song "Girl in the war" von Josh Ritter.

12.11.06

The artwork of boredom


















Sie treiben einen in den Wahnwitz!!! Herr Langweil und Frau Lehrstoff. Liebe Uni, wenn du das hier siehst, bedenke vielleicht dein Auftreten den anderen gegenüber, die, die dich nicht so gut kennen.